„Manchmal möchte ich schon mit Dir,
eine Nacht das Wort ‚Begehren’ buchstabieren;
manchmal möcht ich so gern mit Dir,
doch ich weiß wir würden viel zu viel riskieren,
Du verlierst den Mann, ich verlier den Freund.“

Ja, ja, der Roland Kaiser – der trällernde Seitenscheitel der 80er Jahre – da singt er in einem seiner größten Hits von etwas, das er womöglich selbst schon mal erlebt hat. Denn über das Stichwort ‚Affäre’ und seine (aktuelle) dritte Ehefrau Silvia sagte er mal in einem Interview: „Affären sind temporäre Beziehungen, pikant, leidenschaftlich, mit dem Orchester, mit dem Publikum, mit einer Stadt, mit einer Frau. Und die wunderbarste Affäre meines Lebens, hab’ ich sogar geheiratet“.

Rebecca Schmidt

Rebecca Schmidt

Interessant! `Ne Affäre mit `nem Orchester oder gleich mit `ner gesamten Stadt – wenn das `ne Frau gesagt hätte, dann würde es sicher gleich wieder heißen: „Diese Schlampe!“.

Apropos, wie ist sie denn einzustufen: die angebliche – und mittlerweile wahrscheinlich ehemals – beste Freundin von Sylvie van der Vaart, die jetzt mit dem Noch-Ehemann von Frau Antje aus Holland angebandelt hat? Hat das tatsächlich noch was mit Freundschaft zu tun – oder genauer gesagt: mit Busenfreundschaft? Die heißt ja nicht deshalb so, weil sie nur von jenem Teil der Menschheit gepflegt wird, der über die entsprechenden Körperteile verfügt. ‚Busen’ oder ‚boezem’ wie die Niederländer zu sagen pflegen, ist ein – wenn auch nicht mehr ganz so gebräuchlicher – Ausdruck für das Innerste. Der Busenfreund/die Busenfreundin steht dem Inneren, dem Herzen, der Seele besonders nahe. Tja, und wenn dem so ist, dann müsste diese besondere Nähe doch eigentlich auch zu einem besonderem Verhalten führen, oder!?!

Scheinbar nicht! Eine Studie mit 17.000 Teilnehmern aus 53 Ländern will nämlich herausgefunden haben: 56% der befragten Männer und 46% der Frauen sind mindestens schon einmal in ihrem Leben im eigenen Freundeskreis auf die Pirsch gegangen und bei über zwei Dritteln von ihnen führte das sogar zum ‚Erlegen’ der anvisierten Beute.
Okay, Let’s-Dance-Sylvie und Rafa, Raf oder Rafi – wie Rafael Van der Vaart auch genannt wird – waren zwar angeblich schon getrennt, als das Bäumchen wechsel dich-Spiel zwischen den Freunden begonnen hat, aber … trotzdem.

Noch krasser allerdings wird die Nummer, wenn in die eigene – noch bestehende – Beziehung vom besten Kumpel/der besten Kumpeline reingefunkt wird oder aber, wenn’s gar der eigene Bruder, die Schwester, der Sohn, die Tochter, die Mutter oder der Vater ist, der bzw. die sich da als Wilderer verdingt. So wie beispielsweise vorgeführt von Roxy-Music-Frontmann Bryan Ferry. Im zarten Alter von 63 spannte der mal eben seinem damals 23-jährigen Sohn die ebenso junge, wie verdammt hübsche Freundin aus, der er letztes Jahr dann auch schließlich das Ja-Wort gab. Auf seine Vorliebe für deutlich jüngere Frauen angesprochen, soll der britische Pop-Dandy entgegnet haben: „Man lernt nie wirklich Leute in seinem Alter kennen, die nicht schon verheiratet sind.“ Klar, und weil das so ist, schnappt man sich dann eben die Freundin vom Sohnemann.

Übrigens: Im Herz-Schmerz-Sangesrepertoire des eingangs erwähnten Schlagerbar-den Roland Kaiser findet sich unter dem sinnigen Titel ‚Seitenblicke’, die Erkenntnis:

„Es kann nicht sein,
was nicht sein kann.
Stark sein fällt mir oft so schwer.
Ich nehm’ die Träume mit nach Haus,
wie schön es mit Dir wär’.“

Dass, der Versuchung zu widerstehen sich – zumindest ab und zu – durchaus lohnen kann, das zeigt schon die Bibel. Nachdem sich Jesus nämlich standhaft gegenüber den Angeboten des Teufel gezeigt hat, heißt es: „Darauf ließ der Teufel von Jesus ab, und Engel kamen und versorgten ihn“.
Das ist doch mal `ne Aussicht!